Ganz im Norden Vietnams, in der Nähe der Chinesischen Grenze auf ca 1400 m liegt der kleine Touristenort Sa Pa. Hier wird jeder Tourist bei Ankunft gleich von mehreren Hmong Frauen umlagert, die ihre Dienste als Guide in die Berge zu ihren Dörfern anbieten oder auch wahlweise Taschen, Tücher, Armreifen oder Ohrringe verkaufen (wer die (Hör-) Bücher über Dr. Siri kennt hat schonmal von dem Stamm gehört). Im ganzen Ort kann man auch kaum einen Schritt gehen ohne von einer ganzen Horde von ihnen umgeben zu sein. 

Da ich bei der Ankunft in Sa Pa allerdings arge Rückenschmerzen hatte, es ca 5 Grad kalt war und die Sichtweite aufgrund Nebels meist unter 50m lag, habe ich mich gegen eine 2-Tages-Trekking-Tour entschieden. Ich bin mir auch immer noch sehr unschlüssig (ein ähnliches Gefühl hatte ich auch schonmal in Myanmar), ob der Tourismus den Leuten hier hilft oder eher schadet. Im Fall von Sa Pa führt es jedenfalls dazu, dass der Ort voll ist mit westlichen Restaurants und Frauen, die aus den Bergen kommen um Touristen dazu zu bewegen ihr Geld dort zu lassen, was ich aus deren Sicht auch absolut nachvollziehen kann. Eine Antwort auf diese Frage werde ich auf meiner Reise wohl auch nicht mehr bekommen, aber ihr könnt mir gerne eure Meinung dazu in die Kommentare schreiben. 

 

Ich bin jedenfalls bereits am nächsten Tag wieder zurück nach Hanoi gefahren und von dort nach Bangkok geflogen, wo ich mich gerade befinde und den Blog auf den aktuellen Stand bringe. Morgen geht es dann weiter nach Manila, also auf die Philippinen.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Verkehr in Bangkok einmal als entspannend erleben würde, aber im Vergleich zu Kambodscha und Vietnam geht es hier angenehm leise und gesittet zu.  Die Autos und Roller fahren nicht kreuz und quer, hupen kaum und halten sogar manchmal extra für Fußgänger an ;-).