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Nur eine etwa einstündige Fahrt mit dem Schnellboot von Buenos Aires auf dem Rio de la Plata entfernt liegt Uruguay – genauer genommen der wunderhübsch-kitschige und ruhige Ort Colonia del Sacramento. Viele Argentinier kommen hierher für eine kurze Auszeit von der Hektik der Großstadt oder um zollfrei auf dem Boot einzukaufen, viele Touristen nutzen Uruguay, um ihren Bargeldbestand mit US-Dollar aufzufüllen, die man hier am Geldautomaten bekommen kann.

Colonia ist auf jeden Fall eine Reise wert, die Stadt hat eine wundervolle Atmosphäre, viele koloniale Gebäude und jede Menge Oldtimer – hier ein paar Beweisbilder (ich hatte wie ihr sehen könnt, mal wieder extremes Glück mit dem Wetter)…

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Nach 2 Tagen in Colonia habe ich mich am nächsten Morgen in den Bus nach Montevideo gesetzt – 3 Stunden später war ich dort. Uruguay und Montevideo werden ja oft als kleine Schwester von Argentinien und Buenos Aires gesehen, hier geht alles etwas beschaulicher zu und in vielem ist Uruguay auch voraus – zumindest was das Preisniveau, die Währungsstabilität und die Schnelligkeit des Wifi angeht ;-). In manchen Straßen in der Altstadt habe ich mich nicht wirklich sicher gefühlt, es waren dort auch nur wenige Leute unterwegs, das war nur ein vages Bauchgefühl, aber damit liegt man ja oft nicht so verkehrt. Passiert ist mir natürlich nichts, aber die Abende im Hostel wurden so entsprechend länger, ich habe dort aber eine sehr inspirierende 70jährige Österreicherin kennengelernt, die alle 2 Jahre für 4 Monate durch Südamerika reist – wenn ich groß bin, will ich auch so werden ;-)!

Richtig sauer wurde ich allerdings auf dem Sonntagsmarkt, als ich gesehen habe, wie junge Welpen viel zu früh von der Mutterhündin getrennt und verkauft wurden und während des Marktes in kleinen Kisten gehalten wurden… Das gleiche galt auch für Vögel, Kaninchen und sonstige „Kleintiere“. Auch hier hat mein Spanisch leider nicht ausgereicht, um eine Diskussion darüber anzufangen und geändert hätte es wohl auch nicht viel…

Sehr lustig in Argentinien und noch viel extremer in Uruguay ist übrigens die Tradition, mit Thermoskanne unter dem Arm und Mate-Tee-Becher in der Hand durch die Straße zu laufen und Tee zu schlürfen (auf dem Bild mit den 2 Türen sitzt zum Beispiel jemand links mit einem Becher in der Hand).

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Man beachte die Werbung auf den Straßenschildern – das ist mir so bisher noch nirgends begegnet, wäre doch auch mal eine Idee für Deutschland ;-)

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Mein Fazit zu Uruguay:

Colonia sollte man wenn die Zeit reicht und man ein günstiges Promo-Angebot für die Überfahrt bekommt für einen Tagestrip von Buenos Aires auf jeden Fall einplanen, Montevideo kann man sein lassen (ist aber meine persönliche Meinung) – da hat Buenos Aires viel mehr zu bieten. Wer im Sommer unterwegs ist, kann auch noch weiter in den Osten Richtung Punto del Este fahren, als ich dort war, war es aber noch viel zu kühl und windig. Wer Urlaub in einem Land machen will, das touristisch nicht so überlaufen ist, findet im Landesinneren bestimmt auch noch jede Menge Schätze zu entdecken.