Endlich habe ich mal wieder einen recht guten Internet-Empfang, um etwas hier hochzuladen. Ich bin mittlerweile bereits seit etwa 2 Wochen auf den Philippinen und es gefällt mir hier sehr gut, die Menschen sind super-freundlich, lachen sehr viel und sprechen alle extrem gut Englisch, sodass ich mich endlich mal länger und ausführlich mit den Einheimischen unterhalten kann, was sehr interessant ist. 

 

Geflogen bin ich von Bangkok nach Manila, wo ich nur einen Tag verbracht habe – die Stadt versinkt 20 Stunden am Tag im Verkehrschaos und der öffentliche Nahverkehr ist auch etwas unübersichtlich (aber immerhin gibt es im Skytrain extra Waggons für Frauen). Taxen wären recht günstig, wenn nicht 80% der Taxifahrer versuchen würden, einen übers Ohr zu hauen, indem sie entweder den doppelten Preis versuchen zu verlangen oder auf große Geldscheine falsch herausgeben – alles etwas nervig, aber es scheint den Einheimischen wohl ähnlich zu gehen, ist also kein „Touristenbonus“.

 

Das Hostel in dem ich gewohnt habe, hat eine kostenlose „Walking Tour“ angeboten, also ein Spaziergang mit einem Manilaner (oder wie auch immer das korrekt heißt) durch die schönen Teile der Stadt, was sehr interessant war. Leider sind viele Menschen in Manila sehr arm (vielleicht habt ihr ja auch die Weltspiegel-Reportage darüber gesehen, dass es Leute gibt, die in Gruften auf dem Friedhof leben – wenn nicht, man kann sie als Podcast anschauen), es gibt aber auch einen Stadtteil (Makati) in der nur Büro-Hochhäuser stehen, in dem viele große Firmen untergebracht sind bzw. ihre Backoffices haben. Wer große unübersichtliche Städte mag, kann hier sicherlich gut und gerne eine Woche verbringen, man kann es aber auch einfach sein lassen ;-). Bei dem Stadtspaziergang waren wir nur in der Altstadt unterwegs, also nicht in den Slums und nicht im Büroviertel. 

 

Ein sehr günstiges Fortbewegungsmittel (wenn man weiß, wo man hin möchte) sind die oft sehr aufwendig aufgemotzten Jeepneys: 

Wie ihr bestimmt mitbekommen habt, war Mitte Januar der Papst in Manila und hat vor etwa 6 Millionen Menschen auf diesem Platz gesprochen und auch Mitte Februar hingen in der ganzen Stadt immer noch „We Love You Pope Francis“ Plakate. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Generell sieht man überall im ganzen Land den weit verbreiteten Katholizismus mit schönen Kirchen, Marien- und Jesus-Bildern, Bibelsprüchen auf Parkbänken usw. Da haben die Spanischen Missionare gute Arbeit geleistet und auch sonst sieht man überall noch den Spanischen Einfluss: 

 
 
 

Am Meer liegt Manila übrigens auch, darum gibt es auch eine ganz nette Bucht, an der auch die „Mall of Asia“ liegt, eines der größten Einkaufszentren Asiens, unter anderem mit einer Eislaufbahn, auf der überraschend professionell trainiert wird (ich hätte nicht erwartet, dort einen sehr talentierten jungen Mann zu sehen, der im Training eine recht anspruchsvolle Kür geprobt hat) 

 

PS: Schade, dass sich bisher noch niemand zu meiner Frage vom letzten Mal geäußert hat ob der extreme Tourismus an manchen kleinen und idyllischen Orten den Einheimischen eher hilft oder auf Dauer schadet – in Boracay hatte ich nämlich wieder ähnliche Gedanken, aber dazu später mehr… Mich würde eure Meinung dazu wirklich sehr interessieren, da ich hier ja oft niemanden zum Diskutieren habe und mein Blog keine „Einbahnstraßen-Kommunikation“ sein soll – also Danke schonmal für eure Kommentare.