In Manila habe ich mich in den Bus gesetzt (es gibt dort leider keinen zentralen Busbahnhof, sondern jedes Busunternehmen fährt woanders los), der mich 6 Stunden Richtung Norden gebracht hat für einen kurzen Zwischenstopp in Baguio, einer Stadt in den Bergen mit wenig Flair (meine persönliche Meinung) von wo aus ich am Tag danach nochmal 7 Stunden bei spektakulärer Aussicht nach Sagada weitergefahren bin unter anderem über den höchsten Punkt des philippinischen Straßennetzes auf über 2300m.

Da ich fälschlicherweise davon ausgegangen bin, dass das Chinesische Neujahr auf den Philippinen keinen großen Einfluss auf die Zimmerverfügbarkeit hat, habe ich leider nicht vorab reserviert. Dies hat mich dann allerdings an den Rand der Verzweiflung gebracht, da wohl halb Manila am Donnerstag nach Sagada gefahren ist, um ein verlängertes Wochenende dort zu verbringen und ich somit am Freitag in ca 30 Gästehäusern auf meine Frage ob sie ein Bettchen für mich hätten die Antwort bekommen habe „sorry – we’re full“. Als ich völlig ratlos am Ortsrand angekommen bin hat mich dann zum Glück noch eine Einheimische auf der Straße angesprochen, ob ich eine Unterkunft bräuchte! Am Ende ist also wie immer doch wieder alles gut…und es wurde noch besser als ich eine ebenso verzweifelt suchende Frau gefragt habe, ob sie das gleiche Problem hat und wir uns letztendlich das Zimmer in dem Privathaus der Frau geteilt haben und die auch nächsten Tage zusammen verbracht haben.

Mit der Meute haben wir uns am nächsten Tag dann auf den Weg zu den berühmten hängenden Särgen gemacht (fragt mich bitte nicht, wofür die Stühle sind ;-)): 

Von dort aus ging es weiter durch die wunderschöne Landschaft, vorbei an einem unterirdischen Fluss, einer Höhle und Reisfeldern, zu einem Wasserfall

 

Neben den Särgen an der Wand werden die Toten auch gerne mal in Höhlen begraben…

 In Sagada gibt es auch kleine Reisterrassen…

…die imposanteren, die zum Weltkulturerbe gekürt wurden, befinden sich allerdings in Banaue, wohin ich am nächsten Tag gefahren bin.

 

Da es dort wohl massive Nachwuchsprobleme gibt und der Reisanbau nicht erträglich genug ist,  liegen viele Felder brach – anders in Batad, wohin ich einen Ausflug mit einer langen und anstrengenden Wanderung durch die Reisterrassen gemacht habe – aber die Landschaft war es definitiv wert!!!

Da ich schon längere Zeit nicht mehr am Meer war und die Philippinen ja vor allem für wunderschöne Strände bekannt sind, habe ich mich auf den Weg gemacht nach Boracay – davon dann beim nächsten Mal mehr!