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Von Antigua ging es für mich weiter zum Lago de Atitlán, einem Kratersee, umgeben von steilen Vulkanbergen und einem sehr angenehmen Klima aufgrund der Höhenlage von etwa 1600m. Um den See herum gibt es mehrere touristische Dörfer, ich habe mich für ein Hippiedorf namens San Marcos entschieden. 

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Nach einer 12stündigen Busfahrt quer durch Guatemala bin ich in Flores angekommen, einer kleinen Insel in einem See, von dem aus man die Maya-Stätte Tikal besuchen kann, die beide im Departemento Petén liegen.

So sieht es in Flores aus, einem sehr hübschen, entspannten und sicheren Ort:

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Am nächsten Morgen habe ich dann die absolut richtige Entscheidung getroffen, mich schon um 4:30 Uhr morgens abholen zu lassen, um pünktlich um 6 Uhr am Eingang von Tikal zu sein. Zu dieser Zeit war die Anlage noch recht leer und ab 9 Uhr wurde es dazu noch richtig heiß. Tikal ist eine historische Maya-Stätte mitten in einem Regenwald auf einem unglaublich großen Areal von 65 Quadratkilometern. Besonders überrascht hat mich, dass der Großteil der Bauten noch nicht freigelegt wurden. Hierzu muss man allerdings bedenken, dass Tikal etwa von 900 vor Christus bis 1000 nach Christus bewohnt war, die Natur also etwa 1000 Jahre hatte, sich das Gebiet wieder zurückzuerobern, was sie eindrucksvoll gemacht hat ;-). Der Guide der uns durch Teile der Stätte geführt hat sagt, es dauere etwa 15 Jahre, um so eine große Pyramide oder einen Tempel freizulegen also die Wurzeln von den Bäumen, die darauf wachsen zu entfernen, ohne die darunter verborgenen Steine zu beschädigen.

Um eine Vorstellung davon zu bekommen: Darunter (also unter diesem Hügel verborgen)…..

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….befindet sich vielleicht so etwas:

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In der Zwischenphase der Freilegung sieht es dann so aus:

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Die Haupttempel und der Zentrale Platz wurden natürlich schon hergerichtet und das ist auch das, was man als typische Bilder von Tikal kennt.

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Den folgenden Blick sollten alle Star Wars Fans kennen ;-) – Ausblick vom Tempel IV über einen Teil der Anlage:

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Manche der Tempel kann man auch besteigen – eigentlich sogar ziemlich viele davon:

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Oder drin sitzen:

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Wer noch mehr über Tikal und die Geschichte und Hintergründe wissen mag, dem sei dieser Wikipedia-Artikel ans Herz gelegt.

Ich muss gestehen, dieser Ausflug war ein sehr beeindruckendes Erlebnis, einerseits, weil man sieht, wie die Natur sich einfach ihr Gebiet wieder zurückerobert, andererseits aber auch wie vor so langer Zeit solch riesige Bauten errichtet werden können auf diesem immens großen Areal. Dazu war der Guide der etwa 4stündigen Tour auch richtig gut und hat uns neben der Maya-Geschichte auch so lustige Sachen gezeigt wie Pfefferbäume (auch die Blätter schmecken nach scharfem Pfeffer), Affen auf den Bäumen über uns und bunte Truthähne im Wald und das Highlight, dass man Termiten essen kann und sie nach Karotten schmecken – was ich natürlich gleich ausprobieren musste ;-) – stimmt, sie schmecken nach Karotten!

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Während ich diesen Blog-Beitrag schreibe sitze ich übrigens schon im nächsten Land (Belize) an diesem wunderschönen Strand, aber davon dann beim nächsten Mal mehr ;-)

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