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Christchurch, an der Ostküste der Südinsel von Neuseeland gelegen, wurde 2010/2011 von mehreren Erdbeben fast komplett zerstört, das stärkste davon im Februar 2011 mit 185 Toten. Die ganze Innenstadt ist derzeit immer noch eine große Baustelle und die Atmosphäre ist sehr seltsam. Einerseits gibt es viele kreative Projekte, Straßenkunst und eine Kirche aus Pappe, aber abends ist die Stadt wie ausgestorben. Geschäfte (sofern sie wieder aufgemacht haben) schließen spätestens um 18 Uhr, danach haben nur noch die großen Supermärkte am Stadtrand offen und in der Innenstadt findet man kaum noch Leute auf der Straße.

Tagsüber kann man sehr viele Kunst sehen

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DSCN9812(ein weißer Stuhl pro Erdbeben-Opfer in der Nähe des Gebäudes, in dem die meisten Menschen starben)

Direkt nach dem Erdbeben waren die Menschen in der Stadt auch sehr kreativ und haben recht schnell das „Re-Start“ Einkaufszentrum aufgemacht – zusammengebaut aus Containern.

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Hier ein sehr typisches Christchurch-Bild: Bauarbeiter vor einem mobilen Essens- und Kaffeewagen

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Die alte Kathedrale wurde zerstört und wird gerade saniert…

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…solange wird diese Kirche aus Pappe benutzt (wie gesagt – sehr kreativ alles hier ;-)):

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Es gibt aber natürlich auch immer noch oder schon wieder sehr schöne und historische Ecken in Christchurch und wie in allen Neuseeländischen Städten ist auch das Museum von Canterbury sehr sehenswert:

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Von Christchurch aus habe ich mich mit dem Tranzalpine-Zug auf den Weg an die Westküste gemacht, also einmal quer über die Insel in etwa 4 Stunden. Die Fahrt war schön, allerdings hatte ich etwas mehr erwartet und als es in die hohen Berge ging, fuhr der Zug einfach 20 Minuten durch einen Tunnel ;-). Hier ein paar Eindrücke davon:

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Am gleichen Tag bin ich noch weiter nach Franz Josef, einem sehr verschlafenen kleinen Dorf, gefahren (wenn ein Ort schonmal nach einem Österreicher benannt wurde, muss ich da auch übernachten). Allerdings habe ich nicht den gleichnamigen Gletscher besucht aufgrund zu wenig Zeit (der Bus fährt nur einmal pro Woche – am nächsten Tag ging es also schon wieder weiter) und wenig Geld (ich will ja auch noch was von Südamerika sehen). Vom Tal aus sieht die Gegend so aus, fast wie in Österreich ;-)

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