Leider hat der Blog in den letzten Wochen geschwiegen – hauptsächlich aufgrund schlechten Internets, aber auch, weil ich ein bisschen “Urlaub vom Reisen” gemacht habe.

Ich bin euch noch die letzte Station von Myanmar schuldig (geschrieben hatte ich den Eintrag schon vor längerem, als die Eindrücke noch frisch waren, nur das mit den Bildern hochladen war ein Problem)….

Wie ihr aus meinen letzten Einträgen bestimmt schon gemerkt habt, habe ich Myanmar sehr lieb gewonnen – aber leider ist nun schon wieder Endspurt, da ich nur 28 Tage hier bleiben darf….

 

Das Highlight in Yangon habe ich mir aufgrund des Regens in den ersten Tagen zum Ende aufgespart – die Shwedagon Pagode!!! Hierzu gibt es gar nicht viel zu sagen, sie ist wie alles in diesem Land einfach grandios, was die folgenden Bilder nur zum Teil zeigen können!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Darüber hinaus hatte ich mir noch das folgende Highlight aufgehoben – Kino ;-))):

 

An einem heißen Nachmittag in Yangon bin ich der Hitze entflohen, indem ich ins Kino gegangen bin (mache ich ja gerne mal in fremden Ländern) und den „zweieinhalbten“ Teil von „Tribute von Panem“ kann man sich durchaus mal anschauen, dachte ich mir…

 

Nachdem ich mein Ticket (teuerster Platz) für günstige 2000 Kyat (ca 1,50 Euro) erstanden habe, war ich schon sehr gespannt auf die Werbung und überhaupt… In Thailand wird ja vor jedem Kinofilm die Hymne des Königs gespielt, bei der alle aufstehen – hier ist es die normale Nationalhymne, die klang wie aus einem Nintendo-Videospiel. Nachdem sich alle wieder hingesetzt hatten, ging es los…. ein Schmatzen überall rings um mich herum in einer unerträglichen Lautstärke…ok, irgendwann sind auch mal alle Popcorn-Tüten leer, dann wurde es besser…nun waren die Münder allerdings leer für Gespräche, gerne auch am Telefon und die Hände frei für Spiele auf dem Handy. 

 

Das Pärchen neben mir hat es geschafft, während der 2 Stunden mindestens 20 Level eines Handygames zu spielen und die ganze Zeit zu quatschen – irgendwie verständlich, da die meisten Burmesen eher schlecht Englisch sprechen, der Film im Original war und es nichtmal burmesische Untertitel gab….

 

Die Platzvergabe fand hier natürlich auch wieder ohne technische Unterstützung statt, sondern die verkauften Karten wurden einfach auf einem Zettel abgehakt, entsprechend gibt es für jeden Kinosaal nur eine Kasse, um den Überblick zu behalten. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

So vergingen die letzten Tage im wunderbaren Myanmar auch sehr schnell und ich bin wieder weitergezogen…

 
 
 
Myanmar – mein persönliches Fazit
 
 
Was ich vermissen werde:
 
  • die wahnsinnig netten Menschen
  • die vielen Pagoden
  • die lustigen Gesichtsbemalungen 
  • Männer in Röcken
  • traditionell gekleidete Frauen
  • Fahrradfahren
  • die vielen Mönche
  • dass ich mich so sicher gefühlt habe wie sonst nirgendwo bisher (inclusive Deutschland
 
Was ich nicht vermissen werde: 
  • Die Betelnuss-Päckchen, die die Männer hier kauen, die Geräusche beim Ausspucken, die roten Muster auf der Straße, den Gestank des Zeugs und die roten Zähne der Männer
  • die Geräuschkulisse im Kino
  • den ‘3 in 1 Tee- und Kaffee-Mix, den man überall statt richtigem Tee und Kaffee bekommt (Zutaten: Zucker, ganz viel Chemie und 0,5% Tee- bzw. Kaffeextrakt) – nur trinkbar mit ganz viel Rum drin ;-)
  • aus den vielen „Bilderbuch-Bildern“ die schönsten auswählen zu müssen 
  • anzusehen, wie Güter,  Steine und überhaupt alles manuell auf einen LKW/Zug auf- und abgeladen wird (ohne Gabelstapler, Kipplaster etc.) und die Feldarbeit mit Ochsenkarren und der Sense erledigt wird
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

…..glaube ich bin mit Myanmar noch nicht ganz durch und werde auf jeden Fall wiederkommen. Ich hoffe, das Land und die Menschen haben sich bis dahin nicht zum negativen entwickelt aufgrund des Tourismus….