Eingekuschelt in die ‚Hello-Kitty-Decke‘ bin ich mit dem Nachtbus früh um 6 Uhr am Inle See angekommen, genauer gesagt in einem Ort namens Nyaung Shwe, der an einem Zufluss zum See ca 5 km entfernt liegt. Hotels direkt am See können sich nämlich leider nur die wenigsten leisten, zu denen ich gerade nicht gehöre ;-). 

Im Gegensatz zu Yangon gibt es hier eine sehr gute Touristen-Infrastruktur – viele Einheimische können Englisch, man versteht, was es in dem Restaurant zu essen gibt, weil es manchmal sogar Speisekarten auf Englisch gibt (allerdings oft ohne Preise – vielleicht ändern diese sich einfach zu oft nach oben ;-). Auf der anderen Seite gibt es aber natürlich auch die Massenbewegungen auf dem See und mit dem Fahrrad an Land. In diesem Land macht sowieso fast jeder das gleiche beim Reisen, daher sieht ein typischer Urlaub so aus (je nach Länge ein bisschen variierbar) und man trifft immer wieder die gleichen Leute wieder.

Feste Komponenten sind: 
  • Yangon (mit Shwedagon-Pagoge und Circle Line)
  • Inle See (mit Tages-Ausflug auf dem See mit dem Boot und Fahrrad mieten um zum Weingut in der Nähe zu fahren, evtl Trekking von dort aus nach Kalaw oder umgekehrt)
  • Mandalay (Mandalay Hill und zur U-Bein-Brücke, ggf. noch den Mönchen beim Mittagessen zusehen (aber dazu im nächsten Blog mehr ;-))
  • Bagan 

und dann je nach Zeit und Lust noch:

  • Strand (da gibt es 3 zur Auswahl von denen 2 überteuert sind)
  • Golden Rock – der Stein, der auf 1000 m Höhe auf einem Felsvorsprung zu schweben scheint
  • Berge im Nordosten von Mandalay, z. B. Hsipaw
  • Hpa An und Mawlamyine südostlich von Yangon 
 

Viele andere Regionen sind für Touristen nur schwer erreichbar, nicht erlaubt (oder nur sehr teuer mit Lizenzen und Guide) oder schlichtweg nicht mit der nötigen Infrastruktur versehen (Busse, Hotels etc). Ich bin gespannt, wann die Inseln in der Andamanensee touristisch erschlossen werden, diese sind bestimmt traumhaft schön!

 

Der Inle See jedenfalls gehört zu den Hauptattraktionen und das völlig zurecht – ich wurde mit strahlendem Sonnenschein und Schäfchenwolken empfangen und das blieb auch die kommenden 3 Tage so, in denen ich auch das „Touri-Programm“ abgearbeitet habe (Fahrrad geliehen, Bootsauslug auf dem See gemacht und mir den Ort angeschaut). Die Fischer auf dem See gibt es übrigens wirklich, ich dachte ja, das machen sie mittlerweile nur noch für die Touristen und die Fotografen, aber ich habe den ganzen Tag auf dem See ständig Fischer gesehen, die mit dem Fuß das Paddel bewegt haben, um die Hände frei zu haben fürs Fischen. 

 

 
 

 

 

 

 

 

 Sowohl auf dem See als auch abseits der Hauptstraße im Ort sieht alles aus wie auf einer wunderschönen Postkarte – und wenn man gerade denkt „wow – besser gehts nicht“ kommen von irgendwoher wahlweise Einheimische mit Strohhut vorbeigeradelt oder im Boot vorbeigepaddelt oder es laufen ein paar Mönche durch die Landschaft – ich konnte über so eine Bilderbuch-Idylle irgendwann nur noch kopfschüttelnd staunen und mich darüber freuen!

Hier ein paar Eindrücke

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Irgendwann war diese Idylle einfach nicht mehr auszuhalten und ich habe mich aufgemacht auf die „Road to Mandalay“ – Bambambamba-Barambambam