Jetzt kommen wir zu einem angenehmeren Teil der kambodschanischen Geschichte zumindest das was bis heute davon übrig geblieben ist, nämlich die über 1000 grandiosen Tempel von Angkor im Umkreis der kleinen Stadt Siem Reap, die vor ca 1100 – 500 Jahren entstanden sind. Der bekannteste davon ist sicherlich Angkor Wat, der in nur etwas mehr als 30 Jahren im 12. Jahrhundert entstanden ist. Wenn man den riesigen Tempel mit den vielen filigranen Steinreliefs sieht ist kaum vorstellbar, wie viele Menschen daran haben arbeiten müssen (unter welchen Bedingungen will ich gar nicht wissen….). 

 

Aber der Reihe nach… An Neujahr habe ich mich von Phnom Penh nach Siem Reap aufgemacht, eine  Strecke von ca 300 km für die der Bus aber ca 8 Stunden gebraucht hat (Dank schlechter Straßen und jeder Menge Essens- und Toiletten-Pausen). Am nächsten Morgen habe ich mir erstmal kurz die Stadt angeschaut, was ca 30 Minuten dauert, weil sie nicht sehr groß ist und habe so Sachen erledigt wie Wäsche waschen etc. Dann war es 10:30 Uhr, mir wurde langweilig und ich hab mir ein Fahrrad geliehen….ich hatte eigentlich gar nicht vor, gleich am ersten Tag zu den Tempeln zu fahren, habe mich dann aber doch entschieden, ein 3-Tages-Ticket zu kaufen und mich auf den Weg gemacht mit meinem tollen „rosaroten Panther“

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Was jetzt folgt ist eine Beschreibung dessen, in welcher Reihenfolge man die Tempel nicht unbedingt abklappern soll, weil ich mit dem Highlight begonnen habe und das auch noch zur Mittagshitze, was ich allerdings gar nicht so schlimm fand. Aber ich dachte mir, ich fange einfach mal mit der kleinen Runde an und schaue wie weit ich komme….(es gibt eine kleine Runde, ca 20 km lang mit den bekanntesten 5-6 Tempeln und eine große Runde, ca 30 km lang mit nochmal anderen 5-6 Tempeln und da es über 1000 Tempel im Umland gibt, kann man dort auch Jahre verbringen, wenn man sich für alte Steine interessiert)

 

Zuerst habe ich mir natürlich ein Ticket besorgt, um überhaupt in die Zone mit den Tempeln und in alle Tempel rein zu kommen. Das kostet für 1 Tag 20 Dollar, für 3 Tage (innerhalb einer Woche) 40 Dollar oder für 7 Tage (innerhalb eines Monats) 60 Dollar. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Etwa 7 km von Siem Reap entfernt erreicht man Angkor Wat…und mit ihm Menschenmassen (wie im übrigen überall in den Haupttempeln), hier ein paar Eindrücke davon – also vom Tempel und zwangsläufig sind natürlich auch Menschen auf den Bildern ;-). 

 
 
 
 
diese feinen Reliefs sind über die ganzen Außenmauern angebracht und nach fast 1000 Jahren immer noch erhalten…
 
 

Nun war es ca 13 Uhr und ich bin weitergeradelt…als nächstes liegt Angkor Thom auf dem Weg – ein Areal von 3×3 km, abgegrenzt durch eine Stadtmauer, in dessen Mitte der wunderschöne Tempel Bayon steht. 

 

das Eingangstor durch die Stadtmauer: 

 
 der Tempel mit den vielen Gesichtern (Bayon): 
 
 
 
 
 Als nächstes auf dem Weg der kleinen Runde liegt Ta Keo
 

Und dann kommt das Highlight für alle Angelina Jolie Fans – der Tempel aus Tomb Raider ;-) – Ta Prohm – wieder mal faszinierend, was die Natur alles kann, die Reliefs haben die Bäume aber interessanterweise weitgehend in Ruhe gelassen…

 
 
 
 
 
 
 

Dann ist die Sonne langsam untergegangen… 

 
 …aber einen Tempel habe ich noch angeschaut, bevor ich wieder in die Stadt geradelt bin – Banteay Kdei – somit habe ich die kleine Runde sogar komplett geschafft…
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Am nächsten Tag habe ich eine Tempel-Pause gemacht, aber am Tag danach bin ich mit 3 Leuten aus dem Hostel noch die große Runde mit dem Tuktuk abgefahren, aber dazu beim nächsten Mal mehr.

 

Falls ihr den Blogeintrag während der Arbeitszeit gelesen habt, könnt ihr es übrigens als Bildungsurlaub absetzen ;-)