Nach 3 Tagen in Sihanoukville mit nervigen Händlern am Strand und in den Straßen („Massage? Pedikure? Manikure? Pineapple? Mango? Sunglasses? Transport?” usw….) bin ich rechtzeitig zu Weihnachten auf eine nahe gelegene Insel geflohen, auf der es kein Internet und Strom nur zwischen 18 und 23 Uhr gibt und wo man sich nur zu Fuß oder im Wasser fortbewegen konnte – es war traumhaft!!!

 

Auf der ganzen Insel gibt es bisher nur 5 Unterkünfte, alle ähnlich rustikal mit „Bucket-Shower“, also keiner richtigen Dusche, sondern man hat nur eine kleine Schüssel, mit der man sich das kalte Wasser aus einem Fass über den Körper giesst (ihr kennt ja sicher alle die „Ice-Bucket-Challenge“ – also so ähnlich ;-)), und offenen Stelzen-Bungalows mit Strohdächern und Moskitonetz.

Zur Tagesgestaltung hat man die folgenden Möglichkeiten: 
  • Auf der Hängematte liegen und schlafen oder lesen
  • In der Bar sitzen und lesen, sich unterhalten oder Karten spielen während man wahlweise eine Cocosnuss oder Bier oder sonstwas trinkt
  • Lecker essen (dazu später noch mehr)
  • Schnorcheln oder Schwimmen
  • Mit den Kätzchen und Welpen spielen bzw. sie streicheln
  • Zur nahe gelegenen Absinth-Distillery laufen und einen trinken
  • Ca 20 Minuten zum „Long Beach“ laufen
  • Ca 20 Minuten durch den Dschungel zum „Naked Beach“ laufen
  • Ganz verrückte haben sich ein Kayak ausgeliehen habe ich gehört ;-)
 

Leider wird es die Koh Ta Kiev in dieser Form bald nicht mehr geben, da eine Chinesisch-Malaysische Firma die Insel für 99 Jahre gepachtet hat und sie „entwickeln“ will…(mehr will ich dazu gar nicht schreiben, weil ich sonst schlechte Laune bekomme!!!!)

 

Alle Gäste, Lebensmittel, Putzsachen, Wasser, Eis zum Kühlen (da es auch keine Kühlschränke gibt) usw. müssen mit Fischerbooten auf die Insel gebracht werden, was schonmal ein wahnsinniger logistischer Aufwand ist. 

 
 
 
 
 

 

Aber was hier von den Leuten mit den wenigen zur Verfügung stehenden Mitteln geleistet wird, ist einfach nur grandios. Die Küche ist ein Bretterverschlag, aber es werden jeden Tag zauberhafte Menüs gekocht (die Anlage ist unter Französischer Leitung und alle Mitarbeiter superlieb ;-)). An Heiligabend gab es zum Beispiel ein 3-Gänge-Menü, das ich euch nicht vorenthalten will …. dass es saulecker und toll angerichtet war versteht sich von selbst: 

 

Vorspeise: 

Tintenfisch-Tempura und Kingfisch-Tartare (Leo sagt es sei „Königsdorsch“)

 

Hauptgang: 

langsam gebratene Ente mit Rotwein-Pilz-Sauce und Kartoffel- und Kürbis-Püree

 

Dessert: 

warmer Limetten-Kuchen auf einem Saucenspiegel und Rambutan

 
 

Auch an den anderen Tagen war das Essen immer fantastisch – von Thunfisch über superzartes Schweinefleisch mit immer unterschiedlichen Beilagen und Gemüse/Salat…..hach, ich komme schon wieder ins Schwärmen…..

 
 

Nach 5 Nächten habe ich mich dann schweren Herzens entschieden, wieder aufs Festland zu fahren, um erstmal die anderen wichtigen Orte wie Phnom Penh und die Tempel von Angkor zu sehen, aber ich werde ziemlich sicher am Ende meines Aufenthaltes hier noch einmal für ein paar Tage in bzw. auf diesem Juwel verbringen (falls nichts anderes dazwischen kommt – man weiß ja nie).

 
 

Hier noch ein paar Bilder: 

 
Blick von meinem Schlafsaal aus
 
 
mein Bettchen
 
 
die Bucht
 
die Bucht
 
Die Absinth-Distillerie
ein Sonnenuntergang
nur um ein paar Bilder zu speichern und zu schreiben ;-)
 
der Weg zum “Naked Beach”
 
ein kleiner Teil des Naked Beach