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Japan allgemein – Vorurteile auf dem Prüfstand und „Ist Japan teuer?“

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Japan hatte ich zu Beginn gar nicht auf meiner Wunschliste der zu bereisenden Länder stehen, aber wie es manchmal so ist – Pläne ändern sich – und da ich so viel Zeit in Südostasien vertrödelt habe, war es mittlerweile Frühling in Japan und ich wollte unbedingt die Kirschblüte sehen und herausfinden, ob es wirklich so teuer ist, wie oft behauptet wird.

Nach einem Nachtflug von Kuala Lumpur (für 120 Euro, also schonmal nicht teuer ;-)) bin ich pünktlich morgens um 8:30 Uhr in Tokio angekommen und konnte zum Glück auch schon mein Gepäck im Hotel unterstellen.

Was mir als erstes aufgefallen ist:

In der Öffentlichkeit (U-Bahn etc) wird nicht gedrängelt, sondern es wird sich in einer Reihe angestellt, mir ist es selbst in Supermärkten an der Kasse passiert, dass mich jemand, der an einer anderen Kasse anstand, angesprochen hat, dass ich vor ihm dran wäre. Vorherrschende Farben in der Arbeitswelt sind schwarz/weiß. Die meisten Menschen tragen Anzüge bzw. Kostüme und achten sehr auf ihr Äußeres (außer die hippen coolen Mädels in Shibuya, aber dazu in einem anderen Beitrag mehr). Taxifahrer, Busfahrer, Ordner in der U-Bahn etc. tragen alle Anzüge, Mützen und weiße Handschuhe (!). Es geht hier also sehr gesittet (man könnte auch sagen „spießig“) zu und alle sind sehr ruhig.

Englisch wird kaum gesprochen außer in Hotels – ich fühlte mich ab und zu wie Bill Murray in „Lost in Translation“ – zum Glück inklusive des leckeren Suntory Whiskys ;-)

Verkäufer sind überall super-freundlich. Die Damen in dem SB-Backshop, den ich als erstes besucht habe, haben sich fast überschlagen, mir tausendfach gedankt und sich verbeugt, dass ich 2 Euro für 2 Teilchen bei Ihnen ausgegeben habe (auch nicht teuer) und mir die Sachen extra schön eingepackt. Man bekommt überall im Supermarkt zum Essen Stäbchen, Fruchttücher für die Hände und Eis-Akkus  zur Kühlung bis nach Hause mit in die Tüte, damit man auch zufrieden ist (über die Müllfrage diskutieren wir hier lieber nicht).

Japaner lieben die Kirschblüte. In Tokio war diese leider schon fast zu Ende, aber an jedem noch blühenden Baum standen mindestens 10 Leute, die Bilder gemacht haben und ich habe mich gerne dazu gesellt und wie wild fotografiert.

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Züge und U-Bahnen sind auf die Minute pünktlich – ich habe allerdings eine U-Bahn in Tokio gefunden, die 5 (!) Minuten Verspätung hatte. Der Fahrer musste danach bestimmt bei seinem Vorgesetzten antreten und erklären weshalb.

Hier das Beweisbild (Plan: 15:12 Uhr und es war schon 15:17 Uhr als er eintraf):

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Die Toiletten sind High-Tech – verschiedene Wasser-Strahle in unterschiedlicher Stärke – Spülgeräusche oder Musik auf Knopfdruck zum Übertönen diverser anderer Geräusche, die peinlich sein könnten und eine beheizte Klobrille. Letzteres umwelttechnisch bezüglich Stromverbrauch eher zweifelhaft, aber ich muss ehrlich gestehen, dass ich es schon als angenehm empfand nach einem kalten Regentag nicht auch noch auf einer kalten Klobrille sitzen zu müssen.

Mir ist es übrigens in Japan in 2 Wochen nie passiert, dass Toilettenpapier gefehlt hat oder eine Toilette nicht picobello sauber gewesen wäre. An jeder Ecke befinden sich öffentliche Toiletten, alle in einem Top-Zustand und häufig auch mit Sitzgelegenheit für den Nachwuchs.

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Verkaufsautomaten stehen auch an jeder Ecke – ich habe zwar keinen mit gebrauchten Damen-Unterhosen gesehen, aber für Getränke, Snacks, Zigaretten, Tickets im Schnellrestaurant, Souvenirs, Spielzeug usw. Überraschend und unerwartet fand ich, dass Kaffee aus Dosen warm aus dem Automaten gekommen ist (so heiß, dass man sich fast die Hände verbrannt hat).

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heißer Kaffee aus der Dose

Religion spielt eine sehr große Rolle – die Tempel in Tokio, Kyoto, Kamakura und Nara, die ich besucht habe, waren immer voll mit Gläubigen, die gebetet haben bzw. die religiösen Rituale zelebriert haben

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Auf die Frage ob Japan teuer ist, kann ich nur sagen, dass man in jedem Land viel Geld ausgeben kann – im Vergleich zu Deutschland, speziell München ist Japan meiner Meinung nach aber durchaus finanzierbar, im Vergleich zu Südostasien aber natürlich teurer. Hier ein paar Beispiele (1 Euro sind derzeit ca 130 Yen):

  • eine Nacht im Kapselhotel bzw. im Schlafsaal im Hostel: 2300-2600 Yen, also 18-20 Euro, meistens kann man die Küche und den Kühlschrank benutzen, so dass man sich das Frühstück oder Abendessen auch im Supermarkt mitnehmen kann und selbst zubereiten. Empfehlen kann ich K’s House, das ist eine Hostelkette, die Häuser sind sehr neu und sauber und meist nicht allzu weit vom Bahnhof entfernt
  • Tiefgekühlte Nudelgerichte kosten nur etwa zwischen 150 und 300 Yen im Supermarkt
  • Mein persönlicher “Big Mac Index” für die jeweiligen Länder ist das Mittags-Spar-Menü bei Mc Donalds – in Japan kostet das zwischen 450 und 550 Yen (Normalpreis zu anderen Tageszeiten ca 600-700 Yen)
  • Ich boykottiere ja normalerweise “Starbucks”, aber in Tokio ist einer im ersten Stock an der Shibuya-Kreuzung mit tollen Blick auf die Menschenmassen – und ich war positiv überrascht, dass ein Cappuccino dort nur 399 Yen kostet
  • Ramen (japanische Nudelsuppe) gibt es im Restaurant für ca 500 – 800 Yen, ist aber eigentlich immer eine riesige Schüssel voll mit viel Fleisch und Nudeln
  • Sushi kostet im Supermarkt (gute Qualität) ca 400-800 Yen, häufig werden ab 17/18 Uhr die Preise reduziert, so dass es zum Teil nur noch die Hälfte kostet, Hier zum Beispiel 6 Nigiri, die statt 615 Yen nur noch 308 Yen gekostet haben, also ca 2,30 Euro

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Am Tsukiji Fischmarkt in Tokio habe ich diese tolle Platte in einem Restaurant incl Misosuppe und Grünem Tee für 950 Yen bekommen

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  • Ein Tagespass für die Tokioer U-Bahn mit der man fast alle Linien befahren kann kostet 1000 Yen, wenn man ihn schon am Flughafen besorgt, sogar nur 1500 Yen für 3 Tage – bei der Größe der Stadt und des Netzes finde ich den Preis einfach unschlagbar

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  • Wenn man genau weiß wie lange man in Japan sein wird und möglichst schnell und komfortabel unterwegs sein möchte, kann sich den Japan Rail Pass kaufen und damit alle Züge dieser JR-Linien benutzen, unter anderem auch den ultra-modernen Shinkansen, der Vorzeige-Hochgeschwindigkeits-Zug und ganzer Stolz Japans.  Da man diesen Pass nicht in Japan kaufen kann, sondern nur im Ausland und ihn zugeschickt bekommt, ich aber dauernd unterwegs war und auch nicht genau wusste wie lange und wie viel Zug ich fahren werde, habe ich ihn mir nicht gekauft, sondern bin mit Regionalzügen und bei längeren Strecken mit Nachtbussen gefahren. Nähere Infos zu dem Pass gibt es hier:

http://www.japan-rail-pass.com/jr-pass

  • Es gibt in Tokio mindestens 2 Aussichtsplattformen auf Hochhäusern, die umsonst sind – eine ist das Metropolitan Government Building in der Nähe der Shinjuku Station, ein anderes das Bunkyo Civic Building, von dem aus ich z. B. die folgenden Bilder gemacht habe – bei gutem Wetter kann man sogar Mount Fuji von hier sehen.

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  • Die meisten Tempel kosten keinen Eintritt oder wenn doch dann auch nur etwa 300-400 Yen

Ihr seht – Japan muss nicht allzu teuer sein und es ist auf jeden Fall speziell und einzigartig, besonders schön zur Kirschblüte im Frühjahr und im Spätsommer mit der Herbstfärbung der Bäume. Was genau ich in meinem 14-tägigen Aufenthalt dort besucht habe, erfahrt ihr in den nächsten Beiträgen (leider habe ich Hokkaido und die japanischen Alpen ausgelassen, aber man kann halt nicht alles haben…)

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2 Comments

  1. Anja

    Hey! Schön wieder von dir zu lesen und toll, dass du es nach Japan geschafft hast. Sehr informativ – vielleicht schaff ich es ja auch mal dorthin. :)

    • Diana

      Auch schön von dir zu lesen ;-)! Drück dir die Daumen, dass du es irgendwann mal nach Japan oder woanders hin weiter weg schaffst…

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