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Vietnam – Sa Pa

Ganz im Norden Vietnams, in der Nähe der Chinesischen Grenze auf ca 1400 m liegt der kleine Touristenort Sa Pa. Hier wird jeder Tourist bei Ankunft gleich von mehreren Hmong Frauen umlagert, die ihre Dienste als Guide in die Berge zu ihren Dörfern anbieten oder auch wahlweise Taschen, Tücher, Armreifen oder Ohrringe verkaufen (wer die (Hör-) Bücher über Dr. Siri kennt hat schonmal von dem Stamm gehört). Im ganzen Ort kann man auch kaum einen Schritt gehen ohne von einer ganzen Horde von ihnen umgeben zu sein. 

Da ich bei der Ankunft in Sa Pa allerdings arge Rückenschmerzen hatte, es ca 5 Grad kalt war und die Sichtweite aufgrund Nebels meist unter 50m lag, habe ich mich gegen eine 2-Tages-Trekking-Tour entschieden. Ich bin mir auch immer noch sehr unschlüssig (ein ähnliches Gefühl hatte ich auch schonmal in Myanmar), ob der Tourismus den Leuten hier hilft oder eher schadet. Im Fall von Sa Pa führt es jedenfalls dazu, dass der Ort voll ist mit westlichen Restaurants und Frauen, die aus den Bergen kommen um Touristen dazu zu bewegen ihr Geld dort zu lassen, was ich aus deren Sicht auch absolut nachvollziehen kann. Eine Antwort auf diese Frage werde ich auf meiner Reise wohl auch nicht mehr bekommen, aber ihr könnt mir gerne eure Meinung dazu in die Kommentare schreiben. 

 

Ich bin jedenfalls bereits am nächsten Tag wieder zurück nach Hanoi gefahren und von dort nach Bangkok geflogen, wo ich mich gerade befinde und den Blog auf den aktuellen Stand bringe. Morgen geht es dann weiter nach Manila, also auf die Philippinen.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich den Verkehr in Bangkok einmal als entspannend erleben würde, aber im Vergleich zu Kambodscha und Vietnam geht es hier angenehm leise und gesittet zu.  Die Autos und Roller fahren nicht kreuz und quer, hupen kaum und halten sogar manchmal extra für Fußgänger an ;-).

Vietnam – Halong Bucht

Da das Wetter im Norden Vietnams sehr kühl und neblig war, habe ich mich dazu entschieden, nur eine Tagestour zur Halong Buch zu machen, bei der man leider nur ca 3-4 Stunden in der Bucht selbst verbringt zusammen mit vielen anderen Touristenbooten. Aufgrund des Wetters war es aber trotzdem die richtige Entscheidung. Das Boot war sehr komfortabel und hatte sogar ein Sonnendeck…bei Sonnenschein im Sommer kann man es da durchaus ein paar Tage aushalten. 

 

 

 

Die Tour führte auch zu einer riesigen Höhle, die erst in den 1990er Jahren entdeckt wurde…sehr beeindruckend (und auch hier gibts wieder die Pinguin-Mülleimer ;-)).

 
 
 
 

Vietnam – Hanoi

Da Bilder meistens mehr sagen als Worte, hier eine Auswahl aus Hanoi. Wie ihr seht, war das Wetter kalt und ungemütlich und die Straßen eng und voll (als Hintergrundgeräusch könnt ihr euch bitte permanentes lautes Hupen vorstellen ;-)). Interessanterweise gewöhnt man sich nach ein paar Tagen daran und man geht einfach ohne Rücksicht auf andere über die Straße – die weichen schon aus (unter Gehupe, aber das machen sie ja sowieso ständig)

 

Die Altstadt von Hanoi: 

 
 
 
 
 

Zwischen Altstadt und Französischem Viertel liegt der Hoan-Kiem-See, der als das Herz Hanois gilt.

 
Das Mausoleum des Ho Chi Minh, wo er jeden Tag bis 11 Uhr besichtigt werden kann (also seine Leiche)
Der Literaturtempel – als ich dort war haben gerade einige Absolventen der Universität ihre Abschlussfotos gemacht.
 
 
 
 Und das war sonst noch so auf der Straße los
 
 

Vietnam – Hue die ehemalige Kaiserstadt

Was gibt es über Hue zu sagen, außer dass es von 1802-1945 die Hauptstadt von Vietnam war und der letzte Kaisersitz? Entsprechend gibt es hier eine Zitadelle, in der die Kaiser und das Gefolge residiert haben. Leider wurde sie im Vietnamkrieg zum Großteil zerstört und die Gebäude werden erst nach und nach wieder aufgebaut. Ich habe mir das sehr weitläufige Gebiet (die Mauern im Inneren haben eine Länge von 2 km) mit Wohnhäusern, Tempeln und Thronen aber natürlich trotzdem angeschaut und ein paar Bilder für euch:

 
 
 
 
 
 

Die Kaiser sahen übrigens so aus, besonders beeindruckend der kleine

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Hier noch der imposante Flaggenturm vor der Anlage bei Nacht

Außerhalb der Stadt haben sie die jeweiligen Kaiser noch große Grabstätten errichten lassen, zu denen nun Touristen für teuer Geld gefahren werden und dort auch noch relativ viel Eintritt zahlen müssen für das was es zu sehen gibt! Wen es interessiert, muss also selbst nach Vietnam fahren, um es sich anzuschauen, weil ich nicht dort war ;-). 
 

Dafür habe ich aber noch etwas Kulinarisches für euch – das lokale Bier heißt Huda…

…und das hier sind die lokalen Essens-Spezialitäten 

  • leckere Fleisch-Spieße auf Zitronengras, die man sich mit Reispapier und allerlei Salaten, Kräutern und einer Erdnusssauce zu einer Art Wrap zusammenbastelt)
  • Frühlingsröllchen
  • Reis-Pancakes (frittiert und gefüllt mit Shrimps und Gemüse)
  • Schälchen mit einer gelee-artigen Masse und Röstzwiebeln drauf auf die man auch noch eine Sauce träufelt
  • Zum Glück war der Kellner so nett mir zu erklären, wie was gegessen wird…und es war alles sehr lecker

Vietnam – Hoi An

Das kleine putzige Städtchen Hoi An in der Mitte Vietnams war mein nächstes Ziel. Während des Vietnamkriegs blieb es weitgehend verschont und ist dadurch immer noch mit alten originalen Handwerkshäusern gesegnet, wodurch es Hoi An auch auf die Liste der Weltkulturerbe geschafft hat. Entsprechend groß ist der Touristenandrang und entsprechend engagiert sind die Verkäufer auf der Straße, die einem alles zwar auf nette, aber extrem nachdrückliche Art und Weise andrehen wollen. Hier wurde ich in 5 Monaten Reisen zum ersten Mal sogar vor einem Supermarkt angesprochen, dass ich doch was kaufen soll und das jedesmal als ich vorbei gelaufen bin (er war direkt neben meinem Hostel)…

Auf der anderen Seite war hier aber auch aufgrund der Konkurrenz das Bier bisher am günstigsten – 3000 Dong für 330 ml frisch gezapftes (aber ich fürchte gestrecktes) Helles, umgerechnet ca 12 Cent ;-).

Hier ein paar Eindrücke von Hoi An bei Tag: 

 

Sobald die Sonne untergegangen ist verwandelt sich die Stadt in ein Lichtermeer aus Laternen und Kerzen – sehr romantisch!!! Aber natürlich sind weiterhin überall Leute aktiv, denen man Kerzen für den Fluss (Umweltverschmutzung, bäh), was zu Essen, was zu Trinken oder eine Bootsfahrt abkaufen soll… Ich übertreibe wirklich nicht und bin einiges gewohnt, aber das hier war meiner Meinung nach zu viel und ich habe nach einem Tag ernsthaft überlegt, ob ich abreisen soll, weil es mich so genervt hat, nicht einfach mal in Ruhe irgendwo sitzen oder laufen zu können (ich weiß – Luxussorgen ;-))).

 

 

 

Eine halbstündige Fahrradfahrt, vorbei an Reisfeldern, entfernt liegt ein sehr schöner Strand, an dem ich etwas abseits ganz alleine war, bis eine Ziegenherde zum Mittagessen vorbeigekommen ist. Das Wasser war zwar etwas kalt, aber sehr erfrischend. 

Kleiner Tipp für Leute mit Platz im Koffer bzw. Rucksack: Man kann hier sehr gut Kleidung schneidern lassen und schöne Lederschuhe und -jacken kaufen – leider muss ich auf meinen Platz im Rucksack achten und kaufe mir nur pflegeleichte Klamotten, die gut zu kombinieren sind, aber wer Urlaub in Vietnam macht, kann hier zuschlagen. 

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