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Myanmar – Yangon – Circle Line – einmal mit dem Zug um die Stadt

Um mir am ersten Tag einen Überblick über Yangon und das Leben dort zu machen, habe ich mich morgens zum Bahnhof begeben, mir ein Ticket gekauft und bin in die Circle-Line eingestiegen, die im gemütlichen Tempo in 3 Stunden einmal rund um die Stadt fährt (abwechselnd im bzw. gegen den Uhrzeigersinn). Gekostet hat der Spaß ganze 200 Kyat (ca 16 Cent) und so sieht das alles aus: 

Es ging vorbei an alten Häusern und kleinen Hütten bis zum Stadtrand mit weiten überfluteten Feldern und Schweineställen. Menschen sind ein- und ausgestiegen (letzteres gerne auch aus dem fahrenden Zug, weil er ist ja nicht so schnell unterwegs). Besonders spannend fand ich den Bahnsteig mit einem Markt, hier wurde aus dem Zug heraus eingekauft, was gerade angeboten wurde (siehe Bild rechts unten). 

Ansonsten gab es immer etwas neues zu sehen, sowohl draußen als auch im Zug und somit habe ich einen schönen Einblick in das einfache und unterschiedliche Leben der Menschen bekommen. 

 


Hier noch mein Lieblings-Mitfahrer – der „Zipfelmützenmann“ – wenn ich groß bin, will ich auch so entspannt sein wie er ;-)  
 

Die nächsten beiden Tage habe ich mit dem Erkunden der Stadt zu Fuß mit dem Regenschirm verbracht, bevor ich mich im „VIP“-Nachtbus in die vom Busunternehmen zur Verfügung gestellten „Hello Kitty“-Decke eingekuschelt habe und mich zum Inle See habe fahren lassen….dazu dann beim nächsten Mal mehr….

 
 

Myanmar – Yangon

Myanmar hat es mir von Anfang an leicht gemacht, es zu lieben….der Flug – 30 Minuten vor der geplanten Zeit in Yangon angekommen, kein Mensch vor mir am Einreiseschalter für Ausländer und mit dem e-Visa in ca 1 Minute eingereist. Währenddessen fuhr mein Rucksack schon auf dem  Gepäckband umher und hat auf mich gewartet (obwohl ich erst gefühlte 5 Minuten vorher aus dem Flugzeug ausgestiegen bin). Myanmar hat also schonmal den Preis für die schnellste Einreise bekommen.

Das Taxi in die Innenstadt habe ich mir mit einem lustigen Amerikaner geteilt und der Taxifahrer war wahnsinnig nett und hat uns gleich die ganzen Sehenswürdigkeiten an denen wir vorbei gekommen sind, erklärt, hat mir einen Stadtplan für die nächsten Tage in die Hand gedrückt und mich am Ende noch über die vierspurige Straße zu dem Eingang meines Hostels gebracht, damit ich auch ja sicher ankomme.

Die Menschen hier sind alle einfach nur freundlich und machen es einem wirklich leicht, sich wohlfühlen, auch wenn viele kaum oder gar nicht Englisch sprechen – irgendwie verständigt man sich schon ;-). Wie mit der Frau am Essendstand am ersten Abend – keine Ahnung was ich da gegessen habe, aber es war wie fast immer einfach grandios – sie hat etwas (sollte wohl Fisch sein) aus ihrer Schüssel genommen und dann fing sie an – etwas Salziges, etwas Bitteres, etwas Süßes und etwas Scharfes dazu, einmal mit der Hand durchgemischt und mir hingestellt – eine Geschmacksexplosion der besonderen Art.

 
Selbst die 3 Tage Dauerregen, die ich in Yangon hatte, waren erträglich, wenn man sieht, wie gelassen die Einheimischen damit umgehen… Allerdings habe ich aufgrund des Regens das Highlight, nämlich die Shwedagon Pagode auf das Ende meiner Reise durch Myanmar verschoben, weil ich sie sehr gerne bei schönem Wetter und ohne Regen sehen möchte und ich von Yangon aus weiterfliegen werde…Solltet ihr jetzt denken “was will du denn…so ein bisschen Regen hat noch keinem geschadet….du bist ja nicht aus Zucker” – hier ein Bild wie die Straßen an Tag 2 aussahen. 
 

 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Myanmar unterscheidet sich übrigens etwas von seinen Nachbarländern in Südostasien, was auch den Charme ausmacht – hier ein paar Besonderheiten: 
  • Männer tragen hier (Wickel-)Röcke, Longyi genannt – meist kariert zu Hemd oder T-Shirt – macht einen sehr knackigen Hintern finde ich ;-), leider kommt dann aber der nächste Punkt….
  • Männer kauen hier gerne Betelnüsse (gemischt mit Tabak und ähnlichem) – das macht leider dauerhaft rot-schwarze Verfärbungen auf den Zähnen und das Gemisch wird voller Inbrunst tief aus dem Rachen wieder ausgespuckt – beides nicht sehr sexy…
  • Frauen hingegen tragen wunderschöne lange Wickelröcke häufig mit passendem Oberteil und tragen im Gesicht zum Schutz gegen Sonne und als Make-Up eine Paste aus Tamarindenwurzel kreisförmig auf die Wangen auf – dazu haben alle einen wahnsinnig aufrechten Gang – seit Tagen fällt mir hierzu kein anderes Wort als “anmutig” ein und viele Frauen sind einfach sehr hübsch und natürlich
  • In Myanmar wird als einziges Land in Südostasien auf der rechten Seite gefahren (hat glaube ich ein Herrscher irgendwann mal festgelegt um sich von den anderen Ländern abzugrenzen) – dummerweise sind die Lenkräder auch auf der rechten Seite, da die Autos aus Asien importiert werden…macht das Fahren und besonders das Überholen nicht gerade einfacher und sicherer
  • Apropos Verkehr…in der Stadt Yangon dürfen keine Motorräder und Motorroller fahren – wurde auch irgendwann mal einfach festgelegt, aber das ist auch ein riesiger Unterschied zu allen anderen Ländern im Umkreis, in denen der Verkehr gefühlt fast nur aus Rollern besteht. 
  • Dass sich Myanmar von den anderen Ländern abheben will und die Uhren hier anders ticken, zeigt sich auch bei der Zeitzone – Myanmar liegt nicht 5 oder 6 Stunden vor der deutschen Zeit, sondern genau fünfeinhalb Stunden! Warum? Keine Ahnung! 
  • Das Internet ist noch sehr instabil und langsam (aber immerhin verfügbar, womit ich gar nicht gerechnet hätte) – darum kann ich leider nicht so viele Bilder hochladen wie ich gerne würde.
 
Habe mir in den ersten Tagen in Yangon aber natürlich doch schon die ein oder andere Pagode angeschaut und bin mit dem Zug um die Stadt gefahren (dazu mehr im nächsten Beitrag)
 
Hier die Botahtaung Pagode in der Nähe des Hafens bei Nacht
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
und die Sule-Pagode, die mitten auf einer Verkehrsinsel in der Innenstadt liegt: 

 

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