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In Westaustralien bin ich von ein paar Reisenden darauf vorbereitet worden, dass Sydney wie Miami ist…da ich noch nie in Miami war, weiß ich nicht ob das stimmt, aber ich wollte mich wie immer selbst davon überzeugen, wie und ob es mir dort gefällt und natürlich wollte ich auch die Oper unbedingt sehen. Mich hat Sydney eher an New York erinnert, was ein riesiges Kompliment ist ;-) – allein schon die Harbour-Bridge sieht ein bisschen so aus wie die Brooklyn Bridge und die Gegend um den Hafen ähnelt auch der in New York. Das ist natürlich nicht sehr originell, aber woher soll Australien mit der kurzen Vergangenheit auch eine großartige Geschichte haben – und die Aborigines haben sie ja leider komplett an den Rand der Gesellschaft gedrängt. In meinem Beitrag über Perth hatte ich bereits geschrieben, dass ich dort überrascht über den Alkoholkonsum der Ureinwohner war – in Melbourne und Sydney waren sie dagegen überhaupt nicht präsent… (ist das nicht sogar noch schlimmer?!?)

Jetzt aber zur Stadt selbst – als erstes habe ich mir das Opernhaus angeschaut… von nahem sieht es komischerweise so aus…

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…erst von der Brücke bzw. vom gegenüberliegenden Ufer wirkt sie so wie man es von den meisten Bildern kennt. Die Geschichte dahinter ähnelt übrigens der der Elbphilharmonie – Verzögerungen und komplett außerhalb des Budgets – es gibt also Hoffnung für Hamburg ;-)…

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Hier die Harbourbridge…

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…und ein paar weitere Impressionen aus der Stadt.

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Die Straßen in den Wohngebieten sind alle sehr hübsch und wie grün die Sydney ist, war selbst im Winter auffallend, nicht nur im riesigen Botanischen Garten.

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Ich muss gestehen, ich habe mich auch mal wieder fremd-inspirieren lassen, diesmal von Meike Winnemuth. Vielleicht kennt der ein oder andere ihr Buch „Das große Los“ – es stand ja immerhin wochenlang auf den Bestsellerlisten. Sie verbrachte, nachdem sie bei „Wer wird Millionär“ 500.000 Euro gewonnen hat, ein Jahr lang je einen Monat in verschiedenen Städten bunt über die Welt verteilt und ihr erster Stopp ist Sydney. Darum habe ich mir natürlich auch die dort beschriebene Metzgerei „Victor Churchill“ angeschaut – und es ist wirklich einmalig dort – die Fleischer sehen aus wie frisch aus dem coolsten Barbershop entsprungen und Fleisch wird dort wirklich zelebriert, hab mich leider nicht getraut drinnen Bilder zu machen, aber vielleicht kommt ihr ja selbst mal vorbei – die Läden in dem Viertel sehen übrigens alle so hübsch aus und die Leute die dort wohnen waren extrem wohlhabend und sahen auch so aus.

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In dem Buch ist auch von der folgenden Imbissbude die Rede, die seit 1945 besteht (wie aber auch in allen Reiseführern) – und da Australien nicht viele kulinarische Spezialitäten zu bieten hat außer vielleicht Vegemite, was mir aber immer noch wie eine geschmackliche Folter vorkommt, bin ich natürlich auch dort gewesen (und es war nur 5 Minuten von meinem Hostel entfernt): Harrys Café de Wheels

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Der „Tiger“ sieht übrigens so aus: ein Kuchen mit scharfer Füllung, Kartoffelpüree, Bohnen-Stampf und obendrauf eine Sauce – gar nicht mal so unlecker ;-)

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Mein persönliches Fazit nach meinem kurzen Aufenthalt in diesem riesigen Land: Ich wäre gerne nochmal unter 30, um ein Jahr mit einem Working-Holiday-Visa hier zu arbeiten und herumzureisen – nur mal so zur Info, ich habe Leute getroffen, die als Bedienung im Café oder als Erntehelfer in Westaustralien etwa zwischen 20 und 25 Aussi-Dollar (14-17 Euro) verdient haben, also ca 2 Bier oder eine Übernachtung im Hostel in Australien oder ein komplettes Tagesbudget in Südostasien – und das in einer Stunde!